Donnerstag, 5. September 2013

In Peru, in Peru, in den Anden...

Endlich konnte ich wieder Schnee sehen, wenn ich auch mit der Hoehe erstmal wieder zu Kaempfen hatte aber wie schoen war es die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Blanca zu sehen!  Ganz frueh morgens kamen wir in Huaraz an und genossen gleich das inklusive Fruehstueck auf dem Dach unseres Hostels. Sehr schnell enschieden sich die drei zusammen eine Wanderung zu machen, den sogenannten Santa-Cruz-Trek. Das ganze sollte drei bis vier Tage dauern und die Ausruestung liehen sie beim Hostel damit sie sich auf eigene Faust losmachen konnten. Ohne Esel und Fuehrer machten sie sich auf um selbst zu kochen und die Ausruestug selber zu tragen.


Nach der nervenaufreibenden Fahrt mit dem Bus ueber 4600 m auf 3300 m Hoehe schmiss der Busfahrer sie leider gleich mal zu frueh raus und so mussten sie, gerade erst in der Hoehe angekommen und ungewohnt schwer bepackt mussten sie 2-3 Stunden mehr laufen am ersten Tag. Ausserdem hatten die drei sich vorher keine gute Karte geholt, sondern nur eine die sich als staendige Enttaeuschung herausstellen sollte.
Nach 5 Stunden Wandern am ersten Tag kamen sie in der Daemmerung am Zeltplatz an und bauten bei fuer mich heimischem Klima das Zelt auf. Unter Zittern erfuhren sie, dass der naechste Tagesmarsch etwa 8 Stunden dauern sollte und ueber den 4750 m hohen Pass ging. Waehrend ich tief schlief und Rudolph sich in seinen warmen Panzer zurueck zog zitterten die drei um die Wette und taten kaum ein Auge zu.
Uebermuedet wurde am naechsten Morgen ohne Sonne das gefrorene Zelt eingepackt. Auf gings mit den schwer beladenen Ruecken zum naechsten Abschnitt. An diesem Tag dachten die drei dreimal der Huegel vor ihnen waere der Pass. Fehlanzeige! Erst nach 6 Stunden bergauf wandern erhob sich vor ohnen die Felswand des Passes. Schon total fertig schlugen sie ihr Zelt in der freien Natur an einem schoen klaren See auf. Ich fuehlte mich hier oben trotz Hoehe richtig wohl so fast auf Schneehoehe.


Am naechsten Morgen wurden wir von der waermenden Sonne geweckt. Selbst Julia hatte in dieser Nacht nur wenig gefroren, da sie ihre Rettungsdecke um sich rum im Schlafsack gewickelt hatte. Phil hatte es sogar geschafft seinen Schlafsack diesmal richtig rum zu benutzen.
Es ging auf ueber den Pass. Nach drei Stunden oben hatte man eine wunderschoene Sicht auf die peruanischen Anden. Ich genoss es vom Schnee geblendet zu werden und ein bisschen darin herum zu tollen. Dann folgte der Abstieg und nach insgesamt 9 Stunden Wandern an diesem Tag und weiteren Entfernungen als gedacht schlugen sie ihr Zelt nach einer Wuestenlandschaft im Tal an einem blauen See am Fuss eines Wasserfalls auf. Die staendige Sonne am Tag wurde von einem Regenschauer abgeloest, dann schliefen sie ein.


Am naechsten Tag dachten sie aufgrund Angaben anderer Wanderer es wuerde etwa 4 Stunden bis zum Ziel CashaPAMPA (die -Betonung liegt auf Pampa, denn das trifft zu) dauern.Der Tag startete mit dem Beobachten einer Lawine und ging gleich weiter mit einem unglaublichen Erlebnis. Wir sahen einen Andenkondor. Ein riesen Greifvogel mit bis zu 3 Meter Fluegelspanne! Es ist der groesste flugfaehige Vogel den es gibt! Erst sitzend, dann sahen wir ihn 3 Meter ueber unser Koepfe hinwegfliegen. Rudolph und ich zogen unsere Koepfe in den Rucksack zurueck, nicht, dass er uns noch fuer Beute hielt. Es war fuer uns alle ein grosses Erlebnis diesen seltenen Vogel beobachten zu koennen.



Aus den erwarteten 4 Stunden wurden dann aber 8,  und komplett fertig mit Blasen an den Fuessen fuhren sie von Cashapampa nach Huaraz zurueck wo sie todmuede erst mal den fehlenden Schlaf nachholten.
Unglaublich stolz auf sich selbst fuhren sie nach Lima.

Ich hoffe wir kommen nochmal zum Schnee
Euer Lars

Wilkommensgruesse in Peru

Die Fahrt nach Peru verlieff ohne Probleme und in Chiclayo angekommen ging es auf Hostelsuche. Da wir immernoch zu fuenft unterwegs waren (Claudia, Julia, Philip, Lars und Ich) haben wir uns zusammen ein Zimmer geholt und dann gingen die drei los die Stadt erkunden und liessen Lars und mich zurueck.

Wir freuten uns schon als die drei frueher zurueck kamen als gedacht. Aber bald sollten Lars und ich merken, dass dem nicht so war. Aussnahmsweise hatte Julia Lars zu mir in den Rucksack gesteckt. Ich war wirklich froh in diesem Moment nicht allein sein zu muessen, denn wir hoerten nur ein grobes Rumreissen und Gewuehle in den Sachen. Dann ging auch schon unser Reissverschluss auf und wir fielen aus dem Rucksack in das Chaos hinein. Schnell versteckten Lars und ich uns in einem Kleiderhaufen. Wir konnten gerade noch so viel sehen, dass ein Mensch mit Claudias und Julias Tagesrucksack verschwand. Gottseidank war Lars diesmal bei mir sonst waere er von dieser Gestalt mitgenommen worden!
Bald danach kamen die drei auch schon zurueck. Zu diesem Zeitpunkt hatten Lars und ich geguckt was fehlte, denn mehr konnten wir leider nicht ausrichten. Geklaut worden waren Claudias Kamera, ihre Zusatzkreditkarte, mp3-Player, Taschenmesser und ein paar persoenliche Dinge.Nach dem ersten Schock versuchten Claudia und Phil von aussen die von innen abgeschlossene Tuer zu oeffnen, doch es ging nicht. Nachdem sie das Zimmer dann verlassen hatten merkten sie erst, dass dass ganze Schloss rausgesaegt worden war. Sie wechselten unter grossem Gelaechter das Zimmer, wo sie jetzt sogar ein Bad und eine Nacht mehr hatten.



Am naechsten morgen ging es erst mal Frustshoppen. Julia, der der Rucksack fehlte, kam keineswegs mit einem neuen Rucksack zurueck. Dafuer aber mit einer Handtasche, einer Leggins und 5 Oberteilen.
Gegen Nachmittag gingen die drei zur Polizei und nahmen uns mit.
Waehrend die drei sich koestlich darueber amuesierten, dass das Polizeiprotokoll nch von Hand geschrieben wurde und zum Kopieren nochmal auf Durchschlagpapier abgeschrieben werden musste, verblutete nebenan ein in Handschellen an die Wand gestellter Mann. Er sah ziemlich verschlagen aus und Claudia wunderte sich nur warum "der eigentlich nichts zu tun hat". Bis sie dann auch die Blutlache bemerkte die er hinterliess als er abgefuehrt wurde.


Am naechsten Tag wurde noch das Museum von Sipán besucht, in dem sie lernten wer alles mit einem sterbenden Oberhaupt der Sipan Kultur umgebracht und begraben wurde. Chiclayo hatte somit einen etwas brutalen Touch. Aber das Shopping hat den dreien viel Spass gemacht.
Ausserdem tranken sie auf dem Markt immer fuer umgerechnet 50 ct einen riesen Fruchtsaft und probierten peruanische Ceviche, in Limonensaft eingelegte, rohe Meeresfruechte mit Tamal, ein in Bananenblaetter gekochtes Maisgericht.



Dann gings weiter nach "Trujilililo" (ach man das kann ich nie aussprechen, geschrieben wirds aber Trujillo). Nach der ganzen Shopperei war ein bisschen Geschichte und Kultur angesagt. Sie besichtigten hier Chan Chan, eine grosse restaurierte Ruinenstadt der Moche und Huaca de la Luna y Huaca del Sol, zwei mythenumwobene Tempel der Chimu Kultur, die noch unheimlich schoen erhaltene originale Farben zeigten. Sie wurden von einem Fuehrer begleitet der ihnen so manche Einzelheiten erklaerte und Julia daruaf hinwies, dass sie nur "un pocco Gringo" (ein bisschen Gringo, Gringo werden hier die weissen Touristen genannt) sei, da sie fast so braun wie er sei.



In Huanchaco , wo wir in einem netten Hostel schliefen gingen die drei Cocktails trinken, um dann auch endlich mal den beruehmten Pisco Sour zu probieren. Das ist ein widerlich klingendes Getraenk aus dem heimischen Schnaps Pisco, Limone, Zucker und rohem Eiweiss, dass den dreien aber sehr gut schmeckte.


Nun gehts auf nach Huaraz, weg von der Kueste in die peruanischen Anden.


Liebe Gruesse, vor allem an Lina (wenn du das liest)
Euer Rudolph


Eindruecke von Ecuador

"Ecuador ist ein Land, dass man unter drei verschiedenen Aspekten betrachten muss. Es ist sozusagen dreigeteilt in Amazonasgebiet, Andenregion und Kueste. Das Amazonasgebiet haben wir ganz leicht mit Tena angeschnitten und an der Kueste waren wir nur kurz in Guayaquil. Wir koennen also nur behaupten die Andenregion gut kennengelernt zu haben.
Man kann in Ecuador unheimlich viel unternehmen und die Leute sind wirklich hilfsbereit und nett. Ecuador kann sowohl mit tollen Grossstaedten mit altem Stadtzentrum, als auch mit kleinen indigenen Bergdoerfern aufwarten. Man kann es kaum verhindern in die Kultur Ecuadors einzutauchen wenn die Leute auf dem Markt in ihren traditionellen Trachten und langen Zoepfen rumlaufen und auf dem Land, den Milchtopf in der Hand und einem Baby mit einem Schal auf den Ruecken gebunden, dem Pick Up hinterherrennen um auf die Ladeflaeche aufzusteigen.
Ecuador hat ausserdem eine unglaubliche Natur mit tausenden von bunten Voegeln, Blumen und Schmetterlingen zu bieten. Man wacht oftmals in einem Vogelkonzert auf und bedient sich erst einmal an der reichen Fruchtwelt des Landes. Nicht selten sind wir uns vorgekommen wie im Paradies.
Ecuador war weiter entwickelt als wir dachten. Die Strassen waren gut ausgebaut, das Transportnetzwerk einfach zu benutzen und die Staedte modern und fortschrittlich. Soweit wir das beurteilen koennen haben sie eine gute Mitte zwischen indigener Kultur und Fortschrittlichkeit gefunden.
Mit leichtem Wehmut verlassen wir dieses wunderschoene Land jetzt und ziehen mit Claudia weiter nach Peru."

Mittwoch, 4. September 2013

Fruehstueck in schweizer Gesellschaft

In Vilcabamba wollten Phil und Julia dann erstmal sparen, doch zu ihrem Pech fanden sie ein richtig tolles Hostel wo sie sich super wohl fuehlten, das leider nicht ganz so billig war. Es war von Deutschen gefuehrt, Fruehstuck war inklusive (der riesen Obstsalat wurde jeden Morgen von Julia alleine gegessen), und es gab sogar einen Pool. Ausserdem gab es eine Bar mit Billard und Tischtennis und ein Restaurant mit deutschen Koestlichkeiten. Das ganze war auch noch wunderschoen gelegen, mit tollem Blick auf das Tal und die Berge gelegen und es gab eigene Wanderwege.

Julia ging jeden morgen im Pool schwimmen, damit sie noch mehr Obstsalat essen konnte. Das Fruehstueck wurde mit Claudia, einer Schweizerin die Hochdeutsch kann (meistens!), eingenommen. Die drei schliefen im gleichen Schlafsaal und verstanden sich von Anfang an bombastisch. Sie umreist allein die Welt. Suedamerika ist der Anfang und dann gehts weiter nach Hawaii, Neuseeland (da wuerde ich am liebsten mit) und Asien.
Julia und Philip machten sich gleich nach der ersten Nacht auf zu einer Wanderung. Leider haben sie sich die Anweisungen nicht so ganz genau durchgelesen, sonst haetten sie naemlich gewusst, dass leute mit Hoehenangst diese Wanderung besser nicht antreten sollten. Die Wanderung ging auf dem Bergkamm entlang und Rudolph und ich hatten eine super Aussicht da wir nicht darauf achten mussten wo wir hintreten. Zwischendrin hatte der Weg naemlich steile Abhaenge an der Seite. Sie schafften den Weg auf dem Bergkamm ohne Absturz und der Rueckweg danach durch das Flussbett zog sich laenger als gedacht.


Leider hat sich Phil irgendwas eingefangen doch er beteuert, dass es nicht von dem Bayrischen Stroganoff kommt, das er im Hostel ass. Allerdings wurde er gut umsorgt und nach einer Nacht Verlaengerung im Hostel gings mit Claudia nach Loja um nach Guayaquil zu fahren.
Allerdings wurden sie im Hostel vorgewarnt, dass in Loja gerade ein religioeses Fest sei, doch diese Warnung wurde von den Dreien nicht ganz ernst genommen.
In Loja jedoch war alles voller Menschen und sie bekamen kein Busticket nach Guayaquil am selben Tag, doch die Nacht die sie deshalb gezwungen waren in Loja zu verbringen, genossen sie den Jahrmarkt und das Feuerwerk.



Dann ging es ueber Nacht weiter nach Guayaquil wo sie den Tag damit verbrachten frei laufende Leguane im Park zu beobachten, auf dem Malecon 2000 zu flanieren und zu Essen (was auch sonst!).


Die naechste Nacht verlief aehnlich Schlaflos, denn sie fuhren mit dem Nachtbus nach Chiclayo in Peru. Es war Zeit Ecuador zu verlassen.

Ich freue mich auf ein neues Land, euer Lars!

Sonntag, 18. August 2013

Zu Gast in Cuenca

Von Salinas gings dann mit Nachtbus nach Cuenca und das war gleichzeitig auch unsere erste Fahrt ueber Nacht. Oder auch nur fast ueber Nacht denn wir sind schon um drei Uhr morgens angekommen. Abgeholt wurden wir dann um halb fuenf von der Security und auch gleich zu Vero und ihrer Familie ins Haus gefahren. Am ersten Tag gings gleich mal nach Cuenca um die wunderschoene Altstadt mit ihren kolonialen Haeusern und die Kathedralen mit Vero und ihrem Freund David zu erkunden.


Sie zeigte uns auch das Hostal ihres Grossvaters, dass komplett handbemalte Waende hat. Abends machte die Mutter extra Lasagne fuer Julia und Phil. Cuenca ist eine echt schoene Stadt, mit vielen tollen Ecken die ganz unterschiedlich sind. Man muss sich in dieser Stadt einfach wohlfuehlen. Veros Haus war ein Stueck abseits in den Bergen was uns sehr gut gefiel, allerdings das einfach von der Haustuer loslaufen etwas einschraenkte. Was fuer uns etwas ungewohnt war, war zum einen wieder die Bewachung des Hauses, bei Tag und Nacht und die Putzfrau die fast jeden Tag kam. Vero fuhr mit uns auch in den Nationalpark Cajas wo wir Forelle probieren durften, die vielen Huegel und Berge mit kleinen Seen darin waren toll und Lars und Philip wollten umbedingt fischen und Zelten gehen, aber zum Zelten wars Julia zu kalt.




An einem anderen Tag fuhren wir zu drei verschiedenen Doerfer. Sigsig ist beruehmt fuer die "Panama-Huete", die eigentlich aus Ecuador kommen. Dort haben wir den groessten Hut der Welt gesehen und durften uns auch ein bisschen in der Fabrik umschauen. Gualaceo ist beruehmt fuer Schuhe und Julia beschwerte sich die ganze Zeit, dass sie keinen Platz im Rucksack hat. Und Chordeleg ist beruehmt fuer handgemachten Schmuck und so sammeln sich um den Plaza nur Juweliere.
Ausserdem sind Julia und Phil mit uns zum ersten mal auf echten alten Inkaspuren gelaufen als wir mitten in Cuenca "Pumapungo" erforschten.
Mit Vero und ihrer Familie verbrachten wir den Geburtstag der juengsten Schwester Constanza, eine Riesenparty mit Luftballons, Partykrachern und viel Spass.


Auch zu einem Familienfest in einem Wochenendhaus etwas ausserhalb von Cuenca wurden wir mitgenommen, wo wir Onkel und Tanten kennenlernten, tolle Bilder von Condoren anschauen konnten und ganz traditionelle Fritada essen durften.
Auch wurden wir von Vero abends in die Stadt und zu Freunden mitgenommen, wo wir viele neue Leute kennenlernten und viel Spass hatten.


Wir mussten Cuenca und Veros Familie etwas frueher als geplant verlassen, da Veros Familie nach Quito flog. Wir machten uns dann auf den Weg nach Vilcabamba.

Bald gehts auch schon nach Peru wie ich gehoert hab, doch davor geniessen wir nochmal ein bisschen Ecuador.
Liebe Gruesse, Rudolph

Von einem Vulkan zum naechsten

Mit Rene und Ole aus Tena sind wir nach Baños gefahren. Vorher erfuhren wir, dass ein aktiver Vulkan hier brodeln wuerde, der aber in die andere Richtung zieht. Phil und Julia, wie immer auf der Suche nach dem billigsten Hostel, fanden hier ein echt schoenes mit grossem Zimmer, toller Aussicht auf einen Wasserfall und sogar eigenem bett fuer Rudolph und mich. Am naechsten Tag mieteten Philip und Julia mit Ole und Rene gleich Fahrraeder um bergab zu Wasserfaellen zu fahren.


Auf halber Strecke entschieden sie sich spontan "Kaenopi" (Julia besserwissert mal wieder und sagt, dass es Canopy geschrieben wird) zu machen. Man wird dabei baeuchlings an ein Seil gehaengt an dem man dann einen Kilometer riiiiichtig schnell ueber einen Fluss fliegt. Julia hat mich vorne in ihre Jacke gesteckt, damit ich das auch miterleben kann! Danach war ich von ihrem Geschrei aber fast taub.



Danach gings weiter zu den Wasserfaellen wo man echt nass wurde, die aber auch ganz beeindruckende Wassermassen bergab befoerderten. Die beiden sind dann abends noch mit Ole und Rene weg gegangen und kamen Stunden spaeter mit roten Backen und Geschwaerme von "Mojito" zurueck.
Auf den naechsten Tag freuten sich alle ausser Rudolph. Phil und Julia hatten eine 4-stuendige Reittour in die Naehe vom Vulkan gebucht. Rudolph wollte lieber auf festem Boden bleiben weil ihm das Geschaukel nicht geheuer ist. Auch wenn er beim Trab und vor allem beim Galopp etwas gruenlich im Gesicht aussah (kleiner Scherz, das ist er ja immer), glaube ich, dass er froh war das Erlebnis nicht verpasst zu haben. Es ging auch zu einem Fluss, wo man in einer Gondel zu einem Cafe geleitet wurde und bei dem Cafe durften die beiden auch auf einer Schaukel ueber die Natur schwingen und auf ein Baumhaus klettern. Das schien aber gar nicht so einfach, da die Leiter des Baumhauses Ueberhang hatte. Julia hatte mal wieder echt Schiss!



Julia und Phil waren nach dieser Tour total beglueckt und zur Kroenung goennte Julia sich noch eine einstuendige Massage.
Es hatte bei der Reittour den ganzen Tag geregnet und die Erkaeltung, die Julia sich einfing wurde am naechsten Tag zu einer echten Herausfoderung beim Wandern.
Es wurde natuerlich auch nicht besser als Phil und Julia (Tiere waren da verboten) am naechsten Tag in die fuer Baños beruehmten Thermen gingen, die kalte, und vom Vulkan beheizte Becken hatten.
Am letzten Abend in Baños gingen die beiden noch, fuer ihre Verhaeltnisse, richtig schick Steak essen und ich glaube sie fanden es toll sich mal wieder schick zu machen.
Dann gings auch schon weiter nach Salinas. Erst mit dem Bus nach Guaranda, was eine beeindruckende Fahrt sein sollte aber leider sah man wegen dem Nebel gar nichts. Nach Guaranda stiegen die beiden mit ihrewn grossen Rucksaecken auf die Ladeflaeche eines Pick Ups und wurden nach Salinas gebracht, ein Doerfchen in den Bergen mit 1000 Einwohnern, das beruehmt fuer Schokolade und Kaese ist.




Hier habe ich mich endlich mal so richtig wohl gefuehlt, hier war es naemlich ganz kalt und mit der Hoehe kam ich hier sogar auch klar. Phil und Julia haben die Schokolade und den Kaese probiert und sind ein bisschen durch die Umgebung des kleinen Doerfchens gewandert. Danach haben sie sich aber ganz schnell ins das warme Bett gekuschelt und die bombastische Aussicht aus dem Zimmer genossen.
Am naechsten Tag gings auch schon weiter nach Riobamba um nachts nach Cuenca zu einer Freundin von Julia zu fahren. Auf der Fahrt nach Riobamba hatten wir dann die versprochene spektakulaere Aussicht auf den Vulkan Chimborazo, der 6300 Meter hoch ist und durch die Erdkruemmung der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernteste Punkt der Erde ist.


Einfach beeindruckend!
Jetzt lassen wir es uns erst mal gut gehen in Cuenca
Euer Lars

Donnerstag, 1. August 2013

Qué lindo es Mindo

Von Otavalo ging es mit den oeffentlichen Bussen nach Quito zurueck und von da aus in die westlichen Andenhaenge, nach Mindo. Mindo liegt im Nebelwald und das konnte man auch beobachten. Immer Nachmittags, so ab 14:30 Uhr kam der Nebel ueber die Berge in das kleine Dorf gezogen, ein toller Anblick. Doch das war nicht das einzige was Mindo interessant machte. Schon als wir ankamen fuehlten wir uns echt wohl und auch Lars ging es nach der Hoehe wieder gut. Die Stadt verbreitete einen angenehmen "Fler" wie Phil und Julia die ganze Zeit sagen.


Lars und ich kringelten uns vor Lachen als sie am ersten Tag eine Wanderung auf einem unschoenen und breiten Weg unternahmen und am Ende nichtmal die erhofften Wasserfaelle sehen konnten weil es zu spaet war. Wegen des Auslachens haetten sie uns am naechsten Tag beinahe nicht mit in die Chocolaterie genommen wo sie eine Tour machten. Sie durften an Kakaobohnen riechen, 100%ige Schokolade probieren, die Vorgaenge der Herstellung betrachten und bekamen unzaehlige Kostproben die Julia mal wieder fuer sich alleine bunkerte und nichts abgab. Lars und ich haben uns aber trotzdem was genommen und sie war echt lecker.


Bei der Tour lernten die beiden auch noch ein aelteres Paerchen aus den USA kennen mit denen sie sich sofort gut verstanden und erstmal ewig rumliefen. Sie verabredeten sich fuer den naechsten Tag um mit ihnen (Marylin und Tony) durch ein Bioreservat zu wandern. Viele tolle Pflanzen, Voegel, unzaehlige Schmetterlinge und vor allem tolle Gespraeche mit Marylin und Tony begleiteten den Tag. Das Bioreservat war eine Schoenheit fuer sich und wir hatten sogar noch das Glueck ein paar Voegel aus naechster Naehe zu sehen weil gerade Forscher vor Ort waren. Und zum kroenenden Abschluss wurden Julia und Phil sogar noch zum Essen eingeladen. Es fiel den beiden ziemlich Schwer sich von Marylin und Tony zu verabschieden da sie so viel Spass in so kurzer Zeit mit ihnen hatten.



Und am naechsten Tag ging es wieder ueber Quito weiter nach Tena, der Wildwasserhauptstadt Ecuadors die sich schon ziemlich im Regenwald befindet und auf der ganz anderen Seite der Anden.
Tena war eigentlich nur eines der Tore zum Dschungel und als Stadt nicht so schoen.



Trotzdem gab es in der Naehe wunderschoene Wasserfaelle mit einem seeehr schlammigen Wanderweg und natuerlich mussten die beiden auch ihre Abenteuerlust ausleben: Sie gingen Raften! Gemeinsam mit einer hollaendischen Familie die sie dort kennenlernten meldeten sie sich zu einem Stufe 3 Rafttrip an. Das Raften war, das sah man allen beteiligten deutlich an, eine echte Freude und die Gruppe verstand sich super.


Wasserschlachten gegen andere Boote wurden mit Erfolg gewonnen und man Schloss noch Freundschaften mit zwei Deutschsprachigen aus einem anderen Boot, die andauernd ueber Bord gingen. Ausserdem genossen die beiden nach dem ganzen billigen Reisessen endlich mal eine gute und guenstige Pizzeria zu finden. Mit Ole aus Island und René aus Deutschland gings dann auch weiter nach Baños. Dann darf Lars aber wieder dran.

Euer Rudolph